IMG_1803Surfen ist ein unglaublich simpler Sport. Was braucht man dazu? Eine Welle, ein Board und dich selbst!

Ich selbst bin erst knapp ein Jahr auf dem Meer zu Hause aber jetzt schon so vollkommen süchtig danach, dass ich wirklich fest davon überzeugt bin, dass jeder, und damit meine ich wirklich jeder, egal wie alt, egal wie groß oder klein oder egal welches Handicap man hat, einmal in seinem Leben auf einem Surfboard eine Welle geritten haben sollte!

 

Im April 2015 habe ich das erste mal einen Surfkurs gemacht. In Portugal bei Sagres. Da fand ich es cool, es hat mir Spaß gemacht aber ich war noch nicht 100% infiziert.

Auf Bali habe ich das Meer, die Wellen, das Salzwasser, ja sogar den ein oder anderen Waschgang, aber besonders das Surfen lieben gelernt. Ich bin total verknallt in das Gefühl der Freiheit das man fühlt wenn man sich seinen Bikini, seinen Neo oder whatever anzieht, sich sein Brett schnappt und in die Wellen stürzt. Ich bin verliebt in das Gefühl das man spürt wenn man morgens bei Sonnenaufgang im Lineup sitzt, verschlafen in die langsam aufgehende Sonne blinzelt und mit jeder Welle die man fährt fitter wird. Und ich bin definitiv verliebt in den Surferlifestyle! In diese unglaubliche Lässigkeit, Entspanntheit und Zufriedenheit und vor allem in die Natürlichkeit wie man sie glaube ich sonst in keiner anderen Sportart wieder findet.

 

IMG_1877_1

 

Was die Natürlichkeit und den Surferlifestyle möchte ich besonders die Mädels ganz kurz zum Nachdenken animieren! Jetzt mal ganz unter uns gesprochen! Ist es nicht nervig, dauernd etwas vorgeben zu müssen was man gar nicht ist? Und das tut man indem man sich in einen unbequemen Push Up BH zwängt oder sich erstmal stundenlang mit Haaren und Make Up beschäftigen muss bevor man weg geht. Das ist man doch gar nicht selbst! Sondern man gibt vor etwas zu sein was man gar nicht ist und was dann spätestens zu Hause hinter verschlossener Tür eh wieder zum Vorschein kommt. Seit dem ich durch und durch Surfergirl bin, habe ich in meinem Privatleben kein einziges mal mehr einen BH getragen, mich geschminkt oder mir die Haare gemacht. Wozu? Ich bin ich! Egal mit wie viel Busen oder egal mit welchem Pickelchen im Gesicht oder strubbeligen Haaren! Und sind wir mal ganz ehrlich! Welchen Typ trifft man am Strand im frisch gebügelten Hemd, frisch rasiert und glatt gekämmten Haaren? Betrifft also auch die Männer! So viel zum Lifestyle und dazu worum es für mich beim Surfen wirklich geht!

Surfen ist meiner Meinung nach einer der wenigen Sportarten, die einen eine unendliche Freiheit spüren lassen und zugleich ein wahnsinniger Einklang mit sich selbst, der Natur und den Wellen. Wellen sind eine unglaubliche Naturgewalt. Und ich selbst hatte einen riesen Respekt, als ich das erste mal in Portugal an der Algarve am Strand stand und auf das Meer hinaus schaute um die Wellen bzw. da noch eher das Weißwasser zu checken. Ich bin als Kind mal sehr böse von einer Welle „durgewaschen“ worden und das ohne Leash und Bord am Bein. Trotzdem hat es mich immer wieder ins Wasser gezogen und letztes Jahr dann wie gesagt das erste mal aufs Board. Als ich meinen Eltern das erste mal davon erzählt habe, dass ich Wellenreiten lernen will, war vor allem meine Mutter erst mal schockiert. Ob ich mir nicht einen ungefährlicheren Sport aussuchen könnte. Ja surfen ist definitiv eine Extremsportart. Aber genau davor möchte ich euch die Angst nehmen.

 

IMG_2298

 

Gerade als Anfänger hat man öfter mal Momente in denen man vllt noch nicht so mutig ist wie erfahrene Surfer. Man erlebt seinen ersten „schlimmen“ Waschgang und ist danach total eingeschüchtert, will an dem Tag vielleicht nicht mehr ins Wasser. Oder man schneidet sich an einem Riff oder oder oder. Surfen ist ein Extremsport und birgt gewisse Gefahren, aber obwohl ich noch nicht so lange wie viele andere dabei bin kann ich euch jetzt schon versichern, dass jede noch so kleine Welle die ihr reitet es wert ist das Risiko auf sich zu nehmen. Und glaubt mir! Ich bin super darin sämtliches Chaos anzuziehen und bin trotzdem noch dabei! Surfen ist für mich inzwischen nicht nur ein Sport geworden, sondern eine persönliche Einstellung! Wer es noch nie versucht hat, versucht es! Wenn ihr das Meer nur ein bisschen mögt, werdet ihr diesen Sport lieben! Wer es zwar schon probiert hat, aber leider bisher nicht wirklich erfolgreich war, bleibt dran! Irgendwann kommt der Tag an dem ihr genau das Gefühl spürt das ich euch beschrieben habe! Und dann werdet ihr voller Glück und völlig stoked aus dem Wasser stapfen!

Am Ende möchte ich euch noch eine kleine Filmempfehlung geben, die meiner Meinung nach gut verdeutlicht wie süchtig und glücklich Surfen macht. So glücklich, dass man auch nach einer schlimmen „Niederlage“ wieder ins Wasser will.

Wer den Film noch nicht kennt, sollte sich unbedingt Soul Surfer anschauen. In dem Film wurde die wahre Geschichte von Bathany Hamilton verfilmt. Sie war auf dem Weg Profisurferin zu werden. Beim Training wurde sie tragischerweise von einem Hai attackiert. Sie hat überlebt, verlor bei der Attacke aber ihren linken Arm. Ich selbst habe einen Bekannten, der beim Surfen von einem Hai attackiert wurde. Der Hai hatte ihm dabei die Hand sehr schlimm verletzt. Zum Glück konnte man damals aber die Hand meines Bekannten erhalten und rekonstruieren was in Bathanys Fall leider nicht mehr möglich war. Meine erste Reaktion war und ist immer noch wenn ich von einem Haiangriff oder einem anderen schlimmen Surfunfall höre, dass meine Angst danach so groß wäre, dass ich nicht wüsste ob ich jemals wieder ins Wasser zurück schaffen würde. Aber genau so Storys von Surfern die es trotzdem wieder getan haben, die trotzdem wieder ins Wasser gegangen sind, sogar mit Handicap wie in Bathanys Fall, zeigen meiner Meinung nach wie viel Leidenschaft in diesem Sport steckt, wie viele positive Emotionen damit verbunden sind

IMG_2301

Und die Moral von der „Geschicht“: Lernt surfen! Bleibt dran und vor allem: Habt Spaß! Denn der beste Surfer ist nicht der, der die größten oder besten Wellen nimmt, sondern der, der am meisten Spaß dabei hat!

In diesem Sinne „Hang Loose“ und bis auf bald vllt auf irgendeiner Partywave (um nochmal ein bisschen Surfjargon ein fliesen zu lassen) auf dieser Welt!

Zum Schluss nochmal kurz und knapp zusammen gefasst, warum Surfen wirklich auf jeder Bucket List stehen sollte:

  • Surfen macht glücklich!
  • Surfen vereint dich und die Natur!
  • Surfen wirkt wie eine Droge nur ohne Droge!
  • Surfen bringt dir unfassbare Lässigkeit in den Leben!
  • Surfen ist nebenbei richtig gut für deine Fitness!
  • Surfen verbindet!
  • Surfen ist total simple: Board + Mensch + Welle = Surfen!
  • Surfen kann man auch mit Handicap!
  • Surfen ist einfach mal die coolste Sportart, die die Welt zu bieten hat!
  • Surfen macht wirklich glücklich!

 

Dieser Beitrag und die Fotos wurden erstellt von Daniela Mischon. Wer mehr von ihr lesen mag, darf gerne mal auf ihren Blog schauen.

Antworten

*