(c) http://americanwavemachines.com/

Immer surfen, unabhängig von Wetter und Konditionen? Das ist die Idee hinter künstlichen Wellen. Sie sind immer surfbar – egal, ob Meer, Swell, Wetter und Saison mitspielen. Die Idee dazu ist nicht neu, seit Jahren wird diskutiert, umgesetzt und experimentiert. Es gibt verschiedene Ansätze, nicht jeder taugt für ein echtes Wellenreit-Erlebnis.

Wir geben Dir einen ersten Überblick: Welche künstlichen Wellen gibt es überhaupt? Wo sind sie? Wie authentisch sind bzw. erscheinen sie? Dazu ein paar Videos, damit Du Dir einen Eindruck machen kannst. Wenn Du bereits Erfahrungen mit einem der Anbieter/Hersteller gemacht hast – kommentiere einfach unten, wir freuen uns über weiteren Input!

Überblick:


(c) www.surfsnowdonia.co.uk

Wavegarden (Hersteller)

  • Wo: Wales, Snowdonia Nationalpark
  • Art: Natürliche Welle, durch Pumpensystem erzeugt
  • Wellenreit-Faktor: Hoch
  • Wie teuer: Stunde ab 19 Pfund (ca. 27 EUR)
  • Leihmaterial: Komplett vorhanden
  • Geeignet für: Anfänger, Intermediates und Fortgeschrittene
  • Angebot: Betreut oder unbetreut Surfen, Übernachtungen möglich – LineUp nie größer als 10 Surfer
  • Website: http://www.surfsnowdonia.co.uk/

Unser Fazit:

Der neue Wavepark im Snowdonia Nationalpark hat seine Tor am 01.08.15 geöffnet. Es ist ein umfangreiches Angebot, Wellen und Kurse für Anfänger, Fortgeschrittene und Pros. Je nach Könnenstufe, hat man pro Stunde die Möglichkeit auf 15-20 Wellen. Die Wellen sehen in den Videos durchaus authentisch aus, das System wirkt ausgereift. Wir sind Ende August vor Ort und werden berichten.


(c) www.gezeitenland.de

Flowrider (Hersteller)

  • Wo: Unter anderem in Borkum (Deutschland) 
  • Art: Stehende Welle
  • Wellenreit-Faktor: Mittel
  • Wie teuer: 4 EUR für 25 Minuten (in Deutschland)
  • Leihmaterial: Spezielle Boards (Snowboard-ähnlich) vorhanden, weiter nichts nötig
  • Geeignet für: Anfänger und Fortgeschrittene
  • Angebot: Unbetreut nach Einweisung, allein in der „Welle“
  • Website: http://www.gezeitenland.de/Gezeitenland/DE/erlebnisdeck/flow-rider/anlage/

Unser Fazit:

Scheint eine ganz nette Abwechslung, aber nicht vergleichbar mit dem Wellenreiten in natürlicher Umgebung. Es gibt keine eigentliche Welle. Ein dünner Wasserfilm wird mit hoher Geschwindigkeit über über eine Rampe gespült. Dadurch wird eine Art Welle erzeugt. Die Boards erinnern an Snowboards. Kann natürlich trotzdem Spaß machen, auf dem Wasserfilm rum zu rutschen, um sein Gleichgewicht zu trainieren oder Transfers aus Skate und Snowboarding zu versuchen.

Auf jeden Fall spaßig, Tony Hawk wird durchgespült:


(c) www.wavehousemallorca.com

Waveloch (Hersteller)

  • Wo: Spanien, Mallorca | USA, San Diego | Chile, Santiago
  • Art: Stehende Welle
  • Wellenreit-Faktor: Mittel
  • Wie teuer: Ab 30 EUR pro Stunde
  • Leihmaterial: Boards vorhanden
  • Geeignet für: Anfänger und Fortgeschrittene
  • Angebot: Unbetreut, allein in der Welle
  • Website: Waveloch auf Mallorca

Unser Fazit:

Interessant sind die zwei verschiedenen Wellen. Angeblich kann man im Wave House auf Mallorca auch eine Barrell surfen. Gesurft wird, wie bei Flowrider, auf kleinen Boards (klar, ist ja auch der selbe Anbieter). Wir vermuten, dass das Ganze eine recht tourstische Angelegenheit ist, hinter dem Angebot dort steht eine große Hotelkette.

So sieht das in der Praxis aus:


(c) www.wadiadventure.ae

Wadi Adventure

  • Wo: Al Ain, Vereinigte Arabische Amirate
  • Art: Natürliche Welle, durch Pumpensystem erzeugt
  • Wellenreit-Faktor: Hoch
  • Wie teuer: Ab 100 Dirham (~ 25 EUR) pro Stunde
  • Leihmaterial: Alles vorhanden
  • Geeignet für: Anfänger, Intermediates und Fortgeschrittene
  • Angebot: Mit und ohne Coaching für alle Level, Übernachtung möglich – LineUp klein
  • Website: http://www.wadiadventure.ae

Unser Fazit:

Der Wavepool in den VAE ist nicht rein auf Surfen ausgelegt, sondern eine große Anlage rund um Wassersport. Trotzdem haben sich die Betreiber intensiv mit Wellenreiten befasst und eine interessante, sehr variable Wellenanlage gebaut. Unser Lieblingswaliser Dean war bereits dort und hat geschwärmt. Würden wir auch gerne mal ausprobieren.

Ein paar Eindrücke vom Wavepool:


(c) www.2wave.de

2Wave

  • Wo: Nahe Berlin, Deutschland
  • Art: Natürliche Welle, erzeugt durch Boot
  • Wellenreit-Faktor: Mittel
  • Wie teuer: ca. 65 EUR für 3 Stunden
  • Leihmaterial: Alles vorhanden
  • Geeignet für: Anfänger, Intermediates und Fortgeschrittene
  • Angebot: Mit und ohne Coaching für alle Level, Übernachtung möglich – max. 8 Teilnehmer pro Fahrt, A-Frame wird sich geteilt
  • Website: www.2wave.de

Unser Fazit:

Selbst getestet. Du fährst mit einem vom Anbieter selbst gebauten Boot über den Plauer See nahe Berlin. Der tiefe Schwerpunkt des Boots sorgt dafür, dass ca. 20 Meter hinter dem Boot eine permanente Welle läuft, wenn das Teil in Fahrt ist. Diese ist mit Malibus, Longboards und SUPs durchaus surfbar. Du wirst vom Boot angezogen und kniest auf deinem Board. Welle anpaddeln oder TakeOff fallen somit weg. Macht durchaus Spaß und ist besser, als landlocked zu sein.

So sieht das aus:


(c) www.himlabadet.se
(c) www.himlabadet.se

American Wave Machines (Hersteller)

  • Wo: Stockholm, Schweden (auch in: Russland, Peru, Kanada, USA)
  • Art: Stehende Welle (auch Wavepools geplant)
  • Wellenreit-Faktor: Mittel-Hoch
  • Wie teuer: ca. 6,40 EUR für 30 Minuten in Schweden
  • Leihmaterial: Alles vorhanden
  • Geeignet für: Anfänger, Intermediates und Fortgeschrittene
  • Angebot: Mit und ohne Coaching für alle Level – allein in der Welle
  • Website: Himlabadet (nur teilweise englisch)

Unser Fazit:

Sieht auf jeden Fall interessant aus und wird getestet, wenn wir mal da oben sind.

Hier ein paar Eindrücke des Pools in Schweden (ab ca. 1.00 Minute im Video):


Siam Park

  • Wo: Costa Adeje, Teneriffa
  • Art: Stehende Welle
  • Wellenreit-Faktor: Mittel-Hoch
  • Wie teuer: ?
  • Leihmaterial: ?
  • Geeignet für: ?
  • Angebot: Mit und ohne Coaching
  • Website: http://www.siampark.net/de/Surf.aspx

Unser Fazit:

Leider erhält man sehr wenige, verbindliche Infos im Netz und auf der Website des Anbieters. Angeblich ein sehr variabler Wavepool, allerdings teilt man sich den Wellenspaß wohl auch mit Schwimmern und weiteren Besuchern des Parks.

Hier ein (leider sehr kurzer) Ausschnitt:

2 Antworten zu “Surfen in Waveparks – Künstliche Wellen als Alternative zum Meer?”

  1. Mit Indoor Surfen zum perfekten Wellenspaß – gesund-gedacht

    2016-05-13T09:28:24+00:00

    […] eher an ein Snowboard. Der Skateboardprofi Tony Hawk zeigte z. B., dass seine Tricks auch mit dem Flowrider […]

    Antworten
  2. Shaun

    2016-07-23T22:19:21+00:00

    Habe gerade gelesen ( http://supremsurf.de/wellenreiten-deutschland.html ), dass in der Jochen Schweizer Arena Anfang 2017 eine feste Welle eröffnet werden soll. Kann jemand sagen, welche Bauweise die haben wird? Ist American Wave Machines = Citywave?

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