Früh morgens beim Sonnenaufgang im Line Up sitzen und nach dem Frühstück produktiv arbeiten. Abends statt Fernsehen lieber nochmal kurz ins Wasser. Und am nächsten Tag alles von vorn. Das klingt entweder nach einem arbeitsreichen Urlaub, oder dem feuchten Traum vom idealen Alltag eines berufstätigen Surfers!

 

Heidi works_FuerteImmer mehr Surfer streben die berufliche Ortsunabhängigkeit als Alternative zum 9­to­5 Job an. Sie folgen dem Vorbild der digitalen Nomaden, die bewaffnet mit ihrem Notebook von überall in der Welt arbeiten können. Mittlerweile ist es kein Geheimnis mehr, dass man Strand, Leben und Arbeiten mit dem richtigen Setup gut verbinden kann. Alles was man dafür braucht ist ein funktionierendes Online Business, Disziplin und stabiles WiFi. Dieser Beitrag soll 5 inspirierende Wege und Beispiele zeigen, wie du deine Kohle online verdienen kannst, und zwar direkt an deinen Lieblings­Surfspots.

1. Produkte auf Amazon verkaufen: Der Surf Job für Geduldige mit etwas Startkapital

Aktuell ein echtes Trendthema. Beiträge wie dieser schwärmen von schnellen Gewinnen über den weltweit größten Online Markplatz. Der Beweis, dass sich auf diesem Weg innerhalb von 5 Monaten sogar bis zu 1.000€ Gewinn pro Tag verdienen lassen, wird gleich mit geliefert.

Online Händler zu werden ist nichts Neues. Also warum gerade Amazon? Ganz einfach: Amazon ist eine sehr stark wachsende Plattform, auf der sich zahlungswillige Kunden geradezu tummeln. Wer es schafft hier mit einem Produkt eine ordentliche Platzierung zu erzielen, der kann bereits nach wenigen Monaten gut davon leben und seine virtuelle Handelszentrale am Surfspot aufschlagen. Dafür sind wenige, einfache Kniffe notwendig.

Ein persönliches Beispiel ist Happy Coffee, ein Bio & Fair Trade Kaffee aus Mexiko den mein Freund und ich schon eine Weile online verkaufen. Ende 2015 waren wir neugierig und boten den Kaffee neben dem eigenen Onlineshop zusätzlich auf Amazon an, um zu sehen was passiert. Heute macht Happy Coffee monatlich 5­-stellige Umsätze über Amazon, und nahezu alle Prozessschritte sind automatisiert. In diversen Facebook Gruppen findest du weitere Beispiele, die dich auf gute Ideen bringen können.

Der Erfolg kommt bei diesem Surfjob aber nicht ganz von alleine. Wir haben z.B. schon 2 Jahre vor Verkaufsstart auf Amazon angefangen, Traffic für die Happy Coffee Website aufzubauen. Und etwas Startkapital zur Vorfinanzierung der ersten Produkte mussten wir ebenfalls einsetzen. Bringst du etwas Vorlaufzeit, Geduld und ein paar Hundert Euro Kapital mit, dann könnte dein Traum­Surfjob schon bald “Online Händler bei Amazon” sein!

2. Freelancer werden: Der Surf Job für Menschen mit besonderen Fähigkeiten

Jeder kann etwas besonders gut, auch du! Warum also nicht diese Fähigkeiten als digitaler Freelancer verkaufen? Zunächst die guten Nachrichten: Freelancer sind extrem beliebt. Für viele Firmen sind sie eine flexible Alternative zu eigenem Personal, denn sie werden als Selbstständige nur bei Bedarf gebucht und nur für erbrachte Leistungen vergütet. Freelancer kann man leicht werden und Aufträge werden nicht selten online über die Ferne vergeben. Perfekt! So kannst du z.B. in Südspanien leben und surfen, und von dort bequem Aufträge für digitale Dienstleistungen aus aller Welt annehmen.

Beispiele für Freelance Jobs sind z.B. Social Media Manager, Blogtext­Schreiber, Programmierer, Video Creator, Sprecher, oder ähnliche Aufgabenprofile, bei denen man die Ergebnisse gut messen kann. Ich selbst habe z.B. nach einigen Jahren in der Wissenschaft gemerkt, dass ich nicht nur selbst gern schreibe ­ sondern es auch liebe, Texte von Dritten zu lektorieren und redigieren. Für solche Skills findest du online easy Freelance­-Aufträge!

Die Kunst ist, Kunden mit dem passenden Service bedienen zu können. Finde dafür heraus, was du gut kannst, worin du Erfahrungen hast, und was von anderen benötigt wird. Als Referenz kann eine Website, ein Blog, oder ein ordentliches Profil bei Facebook oder anderen Netzwerken wie XING nicht schaden. Google dich sicherheitshalber selbst, bevor du als professioneller Freelancer auf Kundensuche gehst. Selbst wenn du mit Flip Flops und Boardshorts am Schreibtisch unter Palmen sitzen wirst, so sollten deine Bilder nicht die ganze Zeit nach Urlaub aussehen ­ außer andere Surfer sind deine Hauptzielgruppe :­) Ist dein beruflicher Bauchladen gut gefüllt, sage unbedingt deinem Umfeld Bescheid! Eine erfolgreiche Empfehlung bekommst du am schnellsten von den Leuten, die dich bereits
kennen und eine gute Meinung von dir haben. Ansonsten schau regelmäßig in den Jobportalen von Digitalunternehmen vorbei oder bei Freelance­Plattformen wie twago oder upwork. Mit ein paar Referenzen findest du vielleicht sogar an deiner liebsten Surflocation gute Freelance Jobs, vielleicht auch in Surfcamps!

3. Remote­-Festanstellung: Der sichere Surf Job im sonnigen Office

Ja, es gibt solche sonnigen Jobs! Und nicht zwangsläufig nur in Surfcamps oder der Tourismusbranche ­ so wie in Deutschland verschiedenste Experten benötigt werden, so trifft das auch auf Standorte in Meeresnähe zu. Vielleicht bist du dort lokal angestellt, wirst von einer deutschen Firma ins Ausland entsandt oder arbeitest als Freelancer mit einem auf längere Zeit angelegten Kontingent auf Rechnung. Der Fachkräftemangel stellt Firmen in Ballungsgebieten wie Berlin und Hamburg vor Herausforderungen: Dort gute Leute zu finden ist schwer. Der Wettbewerb um Top­Kandidaten ist stark und die Wahrscheinlichkeit, dass Firmen wie Google oder Facebook bessere Gehälter zahlen, ist groß.

Um den Nachteil in Punkto Gehalt zu kompensieren, müssen kleine Firmen andere Vorteile bieten, wie z.B. die Möglichkeit aus der Ferne zu arbeiten. Das Home Office ist in der heutigen Zeit ein dehnbarer Begriff geworden: Ob es nun in Deutschland, Portugal oder Andalusien ist, macht in der Digitalszene eigentlich keinen Unterschied. Die Zeitzone ist dieselbe und der Weg vom Meer zum heimischen Arbeitgeber ist mit dem Flugzeug zeitlich gesehen nicht weiter und nur unwesentlich teurer.

Beispiele für Remote Jobs findest du vor allem in den USA, wo das Modell schon etwas etablierter ist. Dort gibt es Firmen wie Buffer.com, deren 100 Mitarbeiter in über 20 Ländern arbeiten. Die Firma selbst hat gar kein Büro, arbeitet also 100% remote. Auch bei FastBill, der Firma meiner besseren Hälfte Christian, arbeitet bereits ein Teil des Teams vollständig remote aus Ländern wie Brasilien und Australien.

Zugegebenermaßen sind Remote­Jobs schnell weg und nur wenige werden explizit in dieser Form ausgeschrieben. Für alle, die schon länger digital in einem Unternehmen arbeiten, könnte das aber ein gutes Argument im nächsten Feedback Gespräch sein. Vielleicht willst du sogar auf Gehalt verzichten und dafür lieber selbst deinen Arbeitsplatz bestimmen. Der dann überall sein kann, wo du verlässlich erreichbar bist und Wellen in der Nähe sind :­)

4. Online Kurse verkaufen: Der Surf Job für unabhängige Experten

Als Freelancer oder Remote Arbeitnehmer stehst du im direkten Kontakt mit Kunden. Du hast aber keine Lust auf Kundenbeziehungen und willst deine Arbeitszeit lieber komplett nach dem Surf Forecast einteilen? Dann brauchst du ein etwas passiveres Business

Online Kurse zu erstellen könnte eine solche Möglichkeit sein. Wenn du dich gerne vor die Kamera stellst oder dein Wissen besonders gut aufschreiben kannst, dann lohnt es sich diese Inhalte in Form von Online Kursen zu verkaufen. Was vor ein paar Jahren noch E­Books waren, sind heute multimediale Inhalte. Während Freelancer konkrete Ergebnisse erzielen müssen, stellst du in Kursen dein Wissen zusammen, damit andere daraus lernen.

Du verkaufst Mehrwert durch Informationen und dazu musst du das Rad gar nicht neu erfinden. Viel mehr willst du dem Käufer Zeit ersparen, die er selbst z.B. in die Recherche investieren müsste.

Ein gutes Beispiel aus meinem Bekanntenkreis ist z.B. das Blog­Camp, wo du in einem Onlinekurs in mehreren Lektionen lernst, wie man erfolgreicher Blogger wird. Dahinter stecken zwei bekannte digitale Nomaden, die selbst erfolgreiche Reiseblogs betreiben. Als Surfer fällt dir vielleicht ­ geleitet von deinen Fähigkeiten und dem Bedarf deiner Bekannten ­ ebenfalls ein stimmiges Modell ein: Aus Bequemlichkeit und Bedarf an gesicherten Infos lassen sich viele Wellenreiter z.B. Surfspots am liebsten von Locals oder Guides erklären und gehen Empfehlungen von anderen Reisenden nach. Hier lauern bestimmt Gelegenheiten, dieses Know How zu monetarisieren.

Online Kurse oder ähnlich strukturiert aufbereitetes Wissen lassen sich auf Plattformen wie udacity oder udemy gut verkaufen. Auch bei Amazon kannst du seit Kurzem deine selbst produzierten Videos anbieten. Der Vorteil ist, dass diese Plattformen bereits eine große Reichweite haben, von der du profitieren kannst.
Steht dein Setup aus Smartphone Kamera und Mikrofon, kannst du deine Kurse künftig immer bequem zwischen deinen Surf­Sessions erstellen. Durch den indirekten Verkauf profitierst du auch von langfristigen Umsätzen. Je besser die kurzfristigen Verkäufe, desto mehr Sichtbarkeit bekommst du innerhalb der Plattformen und verdienst automatisch mehr. Klingt verlockend, oder?

5. Digitale Abos verkaufen: Der lukrative Surf Job für Mehrwertspürnasen

Digital­Abos sind die vielleicht passivste Art, online Geld zu verdienen und super vielfältig. Das Wort “Abo” ist bei einigen Menschen immer noch negativ behaftet und gedanklich mit unkontrollierbarem Geldeinziehen verbunden. Aber eigentlich sind Abos die bequemste Form des Konsums. Denn es gibt Dinge, die braucht man immer wieder. Was liegt da also näher, als ein Abo zu kaufen?

Schaut man sich um, so sind Abos nicht immer nur physische Produkte oder Fitness Studio Mitgliedschaften, sondern auch virtuelle Produkte. Suche dir eine Zielgruppe, der du mit komprimiertem Wissen gut helfen kannst und verlange dafür eine Abo Gebühr. Wenn es etwas exklusiver sein soll, kannst du auch eine geschlossene Community aufbauen, die monatliche Beiträge zahlt. Der Weg hier hin ist nicht ganz so einfach, weil du erst Reichweite und Vertrauen brauchst. Wenn aber der Mehrwert stimmt, ist die Rechtfertigung für einen moderaten Preis ein Kinderspiel.

Der Citizen Circle ist ein Beispiel für so eine geschlossene Community. Die über 100 Mitglieder zahlen mehr als 100€ im Quartal, um dabei sein zu dürfen und voneinander zu lernen, wie man gründet und digitaler Nomade wird. Ein tolles Beispiel für ein klassisches Digital­Abos ist TheSkimm: Ein E­Mail Newsletter Dienst aus den USA, der jeden morgen die wichtigsten Nachrichten einfach aufbereitet und den Lesern das Mitreden im Job erleichtert. Seit Kurzem bietet TheSkimm seinen 3,5 Millionen Abonnenten auch erfolgreich ein kostenpflichtiges App Abo für $2,99 pro Monat an.
Die Idee dahinter müsste sich doch als digitales Surf Abo wiederholen lassen, oder? Warum z.B. nicht einen topaktuellen Forecast Service für Surfer per WhatsApp anbieten? Es muss also weder das Zeitungsabo, noch ein komplexe Software sein. Überlege dir, wo du wiederkehrenden Mehrwert durch Informationen liefern kannst, schnapp dir ein Tool für die Abo­Verwaltung und Abrechnung, und fang an.

Surf Jobs gibt es ­ gestalte sie dir!

Es gibt keine 4-­Stunden-­Arbeitswoche und in 7 Tagen wirst du kein Millionär. Aber als digitaler Nomade geht es auch nicht darum, viel weniger zu arbeiten, sondern um Ortsunabhängigkeit. Wer als Surfer sieben produktive Arbeitsstunden schafft und davor oder danach ins Wasser kann, der hat sein Ziel schon erreicht, oder? Und wenn alles gut läuft, sind “normale” Urlaube ebenfalls noch drin. Online Geld zu verdienen und damit an Surfspots zu arbeiten ist auf jeden Fall machbar. Welche Variante dir am besten liegt, musst du selbst entscheiden. Sei mutig, finde dein Modell und probiere es aus!

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Dieser Beitrag wurde von Heidi geschrieben, die selbst gerade versucht ihren perfekten Surf Job zu gestalten. Trotz Angsthasen­Gen hat sie die sichere Wiege des Angestellten­Daseins verlassen und reist seit Kurzem mit Notebook und Surfboard bewaffnet um die Welt. Heidi

 

Beitrag geschrieben von Heidi Günther

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