surfen-angst-karrikaturAls Surfanfänger (und/oder als Mensch mit großem Respekt vor der Naturgewalt Wasser) kann es vorkommen, dass man in vollständige Hysterie verfällt, sobald das erfreulich entspannte Weißwasser verlässt und sich erstmalig hinein in die wilden, grünen Wellen begibt. Egal wie gut man sich vorbereitet hat – der Waschgang wird kommen. Was also tun, wenn man allein bei der Vorstellung an die Welle über einem und das Untertauchen zu einem reinen Nervenbündel wird?

Folgende Tipps könnten helfen:

  • Erlebe die Wellen. Klingt banal, ist aber einfach. Begib Dich bei halbwegs überschaubaren Wellen erst einmal ohne Brett ins Wasser und spiele alle Möglichkeiten durch. Durchtauchen, erwischen lassen – von oben von der Seite, unten mal in alle Richtungen drehen und gucken wie sich das anfühlt. Dann mache das Ganze mit Brett.
  • Mach Deinen Kopf zum Komplizen. Wenn Du als Anfänger in die Welle gerätst, verlierst Du den Überblick und die Kontrolle. Du wirst aber nicht untergehen! Finde heraus, was Dir hilft, den Fokus zu bewahren. Teste, wie lange Du es ohne Luft unter Wasser aushältst. Wer ruhig bleibt, kommt länger mit der Luft aus. Was hilft Dir, die wenigen Sekunden nicht wie Stunden zu empfinden? Für manche ist es ein Mantra, andere zählen oder denken an einen Song (aber bitte nur im Kopf singen.) Frag mal gestandene Surfer, wie sie damit umgehen.
  • Nimm eine Vertrauensperson mit. Gehe zusammen mit jemandem Surfen, der Geduld mit Dir und Deinem Affen hat. Jemand, der Dir an den richtigen Stellen Mut zuspricht oder fordert, aber auch weiß, wann es gut ist. Panische Menschen auf dem Wasser zu beruhigen, ist ein hartes Geschäft. Gib diesem Menschen daher regelmäßig ein Bier aus und sage danke.
  • surfen-angst-3Lerne Deinen Affen besser kennen (und Dich). Deine größte Angst ist, dass Du nicht wieder hochkommst? Dann versuche zu Beginn die letzte Welle eines Sets zu nehmen. Du denkst, die Finnen der anderen Surfer werden dich erwischen? Dann surfe erstmal an ruhigeren Orten. Ist Dein Affe ein behäbiger Orang-Utan oder ein kleiner kribbliger Schimpanse? Wie bekommst Du ihn in den Griff? Mit kleinen Zielen? Mit der Vorstellung, wie es sein wird? Entwickle Deine eigene Strategie.
  • Hör auf Dein Bauchgefühl! Setze Dich nicht unter Druck, wenn Du Dich einer bestimmten Wellenhöhe (noch) nicht gewachsen fühlst. Auch wenn die angstfreie Fraktion aus eurem Kurs schon Kopfstand auf dem Brett macht – bleib in deinem Tempo. Es geht nicht um Coolness, sondern darum, eigene Grenzen zu überwinden und das tut jeder auf seine Art und Weise.
  • Lerne, was es zu wissen gibt und trainiere es. Beispielsweise, wie man sich beim Waschgang verhält. Wissen und Übung geben Dir Sicherheit. Für alle, denen eine Menge Informationen beim Umgang der Angst helfen, sind vielleicht diese Links spannend:

Der wichtigste Tipps aber lautet: Wieder rauf auf´s Brett und nimm den Affen mit! Warum sich das Verlassen der Komfortzone lohnt, weißt Du spätestens, wenn Du dem Affen ein Partyhütchen aufsetzt, während Du die erste richtige Welle reitest.

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Beitrag und Bilder geschrieben und erstellt von Stefanie Klein

 

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